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2.2.2026
Verdacht auf Futterreaktion
Ich beschreibe den aktuellen Zustand von Veit, meine Beobachtungen zur Haut, den neuen Verdacht auf Milben, meine ersten Maßnahmen gegen den Juckreiz und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen zur weiteren Ursachensuche.
Heute habe ich Veit noch einmal sehr genau untersucht. Ich habe mir gezielt die Stellen angeschaut, an denen er sich kratzt, leckt und beißt. Beide Vorderbeine sind vorne deutlich gerötet, jeweils über eine Länge von etwa dreizehn Zentimetern. An den Innenschenkeln zeigen sich runde Areale mit ungefähr zehn Zentimetern Durchmesser, teilweise gerötet und pickelig. Der Zustand wird nicht besser, sondern sichtbar schlimmer. Deshalb habe ich beim Tierarzt angerufen und einen Termin vereinbart. Mein vorrangiges Ziel ist es jetzt, den Juckreiz zu stoppen, weil permanentes Kratzen und Beißen die Haut weiter schädigt und sekundäre Probleme begünstigt.
Im Telefonat brachte die Sprechstundenhilfe einen neuen Gedanken ins Spiel: Milben. Daran hatte ich bislang überhaupt nicht gedacht. Rückblickend ist dieser Ansatz jedoch plausibel, denn ein Milbenbefall kann genau solche Symptome auslösen – starken Juckreiz, Rötungen und entzündliche Hautveränderungen. Damit hätte ich eine Erklärung, die unabhängig vom Futter ist.
Ich habe daraufhin die betroffenen Stellen dünn mit Teebaumöl eingerieben. Das Kratzen und Beißen hörte kurzfristig ganz auf. Fachlich muss ich hier jedoch klar festhalten: Teebaumöl gilt für Hunde als potenziell toxisch und wird tiermedizinisch nicht empfohlen, auch wenn es subjektiv eine Wirkung zeigt. Ich setze seit Jahren Teebaumöl bei meinen Hunden ein. Ich habe noch nie Vergiftungserscheinungen festgestellt. Es gibt allerdings eine Studie, die sich meiner Meinung nach sogar widerspricht.
Sollten tatsächlich Milben die Ursache sein, wäre eine Futterreaktion als Hauptproblem sehr unwahrscheinlich. In diesem Fall könnte ich wieder normal füttern, inklusive Fleisch und Pansen, ohne ständig einen Zusammenhang zum Juckreiz zu vermuten. Genau hier liegt die große Gefahr der Fehleinschätzung: Wenn zwei neue Faktoren gleichzeitig auftreten – Futterumstellung und ein möglicher Parasitenbefall – tippt man leicht auf die falsche Ursache. In so einer Situation hilft auch eine Ausschlussdiät nicht weiter, weil sie am eigentlichen Problem vorbeigeht.
